Eeendlich habe ich wieder ein bisschen Zeit und kann euch von meinem zauberhaften und sportlichen Wochenende am Millstätter See in Kärnten erzählen. Wir waren für ein verlängertes Wochenende in der Region um den See unterwegs und haben vor Ort das Angebot rund um das Kärntner Juwel getestet. Was wir alles erlebt haben (und das war relativ viel), das erzähle ich euch in diesem Beitrag. Da der Artikel ohnehin schon wahnsinnig lange und reich bebildert ist, habe ich den Artikel gesplittet und über die Biwak Übernachtung einen eigenen Artikel geschrieben. Diesen habe ich euch unten verlinkt. Falls ihr noch Fragen zu unserem Wochenende haben solltet oder nähere Informationen für euren Urlaub in Kärnten braucht, dann meldet euch sehr gerne bei mir. Ich freue mich schon von euch zu lesen!

Die Region um den Millstätter See

» Unsere außergewöhnliche Unterkunft:  Schlafen unter den Sternen im BIWAK

Wie schon oben erwähnt haben wir während unseres Aufenthaltes in einem Biwak übernachtet. Da dieses Erlebnis einfach so sensationell war, ich euch dazu so viel erzählen möchte und auch hier einige Bilder geschossen habe (habt ihr bestimmt schon auf Instagram gesehen), habe ich für meinen Blog einfach einen eigenen Beitrag über die Übernachtung geschrieben. Dort findet ihr alle Informationen zu unserer Nacht unter den Sternen. Klickt hier um zum Biwak-Beitrag weitergeleitet zu werden. Vergesst aber nicht hier her zurück zu kommen und weiter zu lesen ;-)

» Gaumentempel in Spittal an der Drau:  Kleinsasserhof

Zu Beginn unserer Reise haben wir auch am Kleinsasserhof gewohnt und nicht nur wunderbar zu Abend gegessen sondern auch ein herrliches Frühstück genossen. Der Kleinsasserhof ist selbstverständlich super speziell und ich sag es euch ganz ehrlich – entweder man liebt es oder man hasst es. Wir haben es auf jeden Fall richtig richtig cool gefunden :-) Falls ihr euch jetzt fragt was ich meine, dann googelt einfach den Hof und schaut euch die Bild-Ergebnisse an. Das gesamte Haus ist mit unzähligen Krims Krams und verrückten Skulpturen vollgeräumt und strahlt einen sehr eigenen Charme aus. Ich gebe auch ganz offen und ehrlich zu – zu Beginn war ich auch sehr verunsichert, aber ich lasse mich ja gerne vom Gegenteil überzeugen und bin aus diesem Grund auch hingefahren! Nicht nur das Personal war ausgesprochen nett, sondern auch der Service und das Essen. Der Kleinsasserhof gilt als einer der schrägsten Gastronomie-Betriebe Österreichs und wurde auch schon mehrfach für seine exzellente Küche ausgezeichnet! Lasst euch also auf diese skurrile Dekoration ein und macht euch selbst ein Bild von diesem absoluten Insider Tipp! 

  • Am Kleinsasserhof kann man auch nächtigen. Auf der Website könnt ihr euer ulkiges Zimmer buchen »Hier entlang«

» Wandern & Ski Fahren:  Goldeck & Alpe-Adria Trail

Wir waren natürlich super sportlich unterwegs und haben übers Wochenende hinweg zwei wunderbare Berge bestiegen – okay gelogen – auf’s Goldeck sind wir dann doch bis zur Mittelstation mit der Bergbahn gefahren ;-) Oben angekommen, sind wir dann zum Gipfelkreuz marschiert und haben das knirschen des Neuschnees und die einzigartige Aussicht in vollen Zügen genossen! Wir hatten so tolles Wetter, dass wir sogar den Großglockner sehen konnten (dieser ist in etwa 150 km weit weg – Wegstrecke, nicht Luftlinie). Manuel hat auch einen richtigen Sonnenbrand kassiert. Nach einer wunderschönen Wanderung und einer ausgesprochen guten Jause im Mosthütt’l ging es dann wieder nach unten. Wir wollten uns ja nicht zu sehr verausgaben, denn am Tag danach stand die Wanderung zum Granattor auf dem Programm!

Das Granattor befindet sich am anderen Ende des Sees also am gegenüberliegenden Berg. Von der Lammersdorfer Hütte aus begibt man sich auf den über 8 Kilometer langen Wanderweg der Teil des Alpe-Adria-Trails ist. Der Höhenrücken im Norden des Millstätter Sees ist im Übrigen das größte Granatvorkommen der Alpen. Darauf weist der mächtige Durchgang – das Granattor am Gipfel hin. Es war zwar super anstrengend und ich dachte echt wir kommen nie beim Granattor an, aber die Aussicht hat einfach alles wett gemacht und war im Nachhinein betrachtet auch nicht so wahnsinnig anstrengend, weil es die ganze Zeit über nicht sehr steil nach oben geht. Ich denke deshalb ist der „Weg der Liebe“ auch zum beliebtesten Wanderweg gekrönt worden. Somit kann ich auch stolz verkünden, dass ich meinen ersten 2000er zu Fuß bestiegen habe! Yay!

» einzigartigen Fernblick & kulinarische Köstlichkeiten:  Lammersdorfer Alm & Mosthütt’l

Wandern macht hungrig und deshalb sind wir nach der sportlichen Aktivität am Goldeck in der urigen Mosthüttl eingekehrt und haben dort anständig – wie es sich für eine Brotzeit auf einer Bergalm in Österreich gehört – gejausnt. Es gab selbst gebackenes Brot, Butter, Käse, Aufstriche sowie Wurst, Käse und Gemüse. Natürlich alles aus eigener Produktion! Selbstverständlich mit einem großen Krug Radler! Weil das Wetter so gut mitgespielt hat, haben wir sogar draußen auf der Terrasse neben dem Bachlauf vom Berg sitzen können. Die Kresse für das Brot hat die Besitzerin der Hütte frisch vom Bachufer geerntet :-) Was gibt es bitte schöneres als solch eine Mahlzeit auf einem Berg mit Sonnenschein und guter Gesellschaft?

Nach unserer Wanderung zum Granattor hatten wir natürlich auch riesengroßen Hunger. Da die Lammersdorfer Alm sich großer Bekanntheit erfreut und den Ruf hat – den besten Kaiserschmarren der Region zu servieren, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen dort ausgiebig zu Speisen. Neben Kasnockerl und einem überbackenen Bauerntoast gab es zum krönenden Abschluss dann den Kaiserschmarren der frisch aus dem Rohr kam! Auch wenn die Zubereitung lange gedauert hat (bestellt den Kaiserschmarren am besten gleich mit dem Getränk mit – dauert 25 Minuten oder länger) war es das alle Mal wert!

Weiterer toller Lokaltipp KAP 4613

Da wir am Samstag Nachmittag noch ein wenig Zeit hatten, haben wir diese genutzt und das bekannte KAP 4613 besucht – die Feuerinsel und Pyramide im Millstätter See. Die pyramidenförmige Strandbar befindet sich direkt an der Seepromenade des malerischen Millstätter Sees. Inselromantik und Sand im Sommer sowie chilliges Ambiente, nette Musik, bunt gemischtes Publikum und geniale Sonnenuntergänge sind hier inklusive! Wir haben ein Glas Aperol auf der schwimmenden Bar getrunken und einfach nur auf den See geblickt und der Sonne beim untergehen zugesehen. Aufmerksames Personal und gute Speisen sind hier selbstverständlich! Plant unbedingt einen Besuch ein – auch im Winter zur Adventszeit –  es wäre zu schade wenn ihr die Aussicht verpasst!

[HIER: Mehr über das KAP 4613 erfahren]

» Wellness am See:  1. Kärnten Badehaus in Millstatt

Nach dem vielen Hoch- und Runter, war es an der Zeit das Wellness Angebot in Millstatt zu testen. Natürlich gibt es da keinen besseren Ort als das 1. Kärnten Badehaus in Millstatt! Im Badehaus erwartet einem ganzjähriges Seenwellness direkt am Wasser, mit dem einzigartigen Blick auf die traumhafte Naturkulisse des Millstätter See. Schon der Ausblick alleine sorgte für pure Erholung! Eine große Saunawelt sowie ein beheizter Outdoor Pool steht den Gästen zur Verfügung. Natürlich kann man auch im See baden! Ein paar Mutige haben sich auch im September nach dem Saunagang in den 15 Grad kalten See hüpfen getraut. Wir haben hingegen das wohlig warme Wasser im Outdoor Bereich genossen und in der Ruhegalerie wieder Kraft und Energie getankt! Auf der Website des Badehauses findet ihr aber nochmal alle genauen Informationen zu den einzelnen Saunen und natürlich Wissenswertes über die Geschichte des Badehauses und über das Wahrzeichen von Millstatt, den 1930 erbaut und unter Denkmal stehenden Sprungturm am See.

» Dinieren mal Anders:  Fischer Tafel

Zum krönenden Abschluss haben wir dann an der Fischer Tafel teilgenommen und im Stiftsmuseum wunderschön mit zahlreichen anderen Gästen an einer Tafel zu Abend gegessen. Wir hatten ein paar lockere Stunden mit interessanten Gesprächen bei einem Abendessen mit köstlicher Weinbegleitung. Gekocht hat für uns Rainer Werchner, Teammanager der Regionalmannschaft des „Klub der Köche Kärnten“ und Günter Walder, Präsident des „Klub der Köche Kärnten“  der ein fabelhaftes Drei-Gang-Menü zauberte, in dem die Reinake aus dem Millstätter See die Hauptrolle spielte. Neben der Fischer Tafel gibt es im Rahmen der „Kulinarischen Landschaften im Herbst“  aber auch andere Themen wie die Bauernhof-Tafel oder etwa die Granat-Tafel direkt am Granattor hoch oben am Berg! Nähre Infos dazu findet ihr aber HIER.