Reisen trotz Job? Geht das wirklich? Wenn du regelmäßig meinen Blog liest und hier immer wieder gerne herkommst, dann bestimmt, weil du Mode und/oder das Reisen liebst. So wie ich eben auch. Schon wahnsinnig oft wurde mir die Frage gestellt, wie ich das alles schaffe bzw. wie man das schaffen soll. Reisen und Arbeiten + einen Blog betreiben. Trotz Job die Welt erkunden? Das geht doch gar nicht… Glaubt mir, es ist möglich. Denn genau das mache ich jetzt bereits seit gut 8 Monaten.

Mit diesem Beitrag möchte ich aber keinen digitalen Nomaden, sprich einen Menschen, der seinen Job aufgegeben, habe um die Welt zu erkunden, anprangern oder verurteilen. Wenn da das kleine WENN nicht wäre, würden wir das alle wahrscheinlich machen. ABER ich möchte den anderen zeigen, dass es nur, weil man eben einen Job hat, nicht unmöglich ist zu reisen.

Mit der Zeit durfte ich jetzt schon viele dieser Art Menschen kennenlernen, digitale Nomaden, die einfach alles hinter sich gelassen haben, um die Welt mittels One-Way-Ticket zu erkunden. Ich applaudiere solchen Menschen. Denn neben Mut, Entschlossenheit und Disziplin bedarf es auch an haufenweise Selbstvertrauen, um so etwas durchzuziehen! Wenn das also für euch keine Option ist – dann keine Angst. Hier sind nun meine Tipps.

Anmerkung: Ich bin kein Profi, kein Guru oder sonst irgendein Spezialist. Ich kann mit euch nur meine Erfahrungen teilen. Also let’s Go!

Reisen trotz Job – meine 10 Gründe warum du nicht kündigen musst

  • 1. Wenn du darüber nachdenkst, deinen Job aufzugeben, um reisen zu können, solltest du dich nochmals ganz innig mit dem Thema auseinandersetzen, bevor du diesen Schritt wagst. Willst du deinen Job kündigen, WEIL du andauernd reisen möchtest oder etwa, weil du vielleicht einfach nicht mit deinem Job zufrieden bist?! Vielleicht ist das nur eine Ausrede und du bist einfach nur total unglücklich mit dem, was du tust. Wenn du eine Arbeit ausübst, die dir Spaß macht und du Sonntagt nicht schon Angst vor der Arbeit hast, kann das schon viel ausmachen. Eine Gute Work-Life-Balance ist sehr wichtig.

  • 2. Oft nervt einen auch nicht die Arbeit an sich, die man hat, sondern die Routine die man in der Arbeit Tag für Tag hat. Bevor du alles hinschmeißen möchtest, solltest du dir einfach mal die extra Zeit nehmen und nachdenken, was du an der Routine, verändern oder optimieren kannst. Wie du dir selbst einen schöneren Arbeitstag schaffen kannst. Einen Versuch ist jedenfalls wert.

  • 3. In so gut wie jedem Beruf gibt es die etwas stressigere und ruhigere Zeit. Vielleicht kannst du die Überstunden, die sich in der stressigen Zeit aufgesammelt haben, einsparen und für einen Kurzurlaub verwenden. Einfach mal mit dem nächsten Vorgesetzten besprechen :-) Ich nutze diese Möglichkeit total gerne und gönne mir so ein langes Wochenende, an dem ich dann auch gerne mal wegfahre. Für einen kurzen Städtetrip zusätzlich zum Beispiel eignet sich Donnerstag bis Sonntag ideal.

  • 4. Auch eine finanzielle Absicherung und eine Krankenversicherung kann da schon mal eine große Rolle spielen. Eine finanzielle Stabilität kann nicht nur für einen selbst aber auch für den Partner oder die Familie sehr wichtig sein. Da ist es dann doch gut, ein Angestelltenverhältnis zu haben. Wenn du deinen Job kündigst, musst du dich um das selbst kümmern. Ein langer Krankenstand (durch einen Unfall oder nur ein harmloser Beinbruch) kann da schon eine kleine Katastrophe sein…. So wäre es für mich zumindest

  • 5. Wenn du dir dein Urlaub so gut wie selbst einteilen kannst, würde ich die Feiertage auf jeden Fall berücksichtigen. Erst jetzt vor 2 Wochen hatten wir in jeder der 2 vergangenen Wochen einen Feiertag. Das heißt, hätte ich einen 2 wöchigen Urlaub genommen, hätte ich mir 2 Tage erspart!

  • 6. Wenn du dir etwas eigenes geschaffen und schon aufgebaut hast, kannst du vielleicht ja deinen Vollzeitjob reduzieren um dich mehr auf dein Business zu konzentrieren. So hast du immer noch eine fixe Anstellung, bist Versichert, bekommst dennoch deine Urlaubstage, arbeitest aber keine 40 Stunden in der Woche.

  • 7. Wenn dir das Reisen wirklich super wichtig ist und es dir trotz alledem zu wenig ist, solltest du dir einen Job suchen, der zum Reisen passt. Eventuell als Reise Journalist oder sonst ein Job in der Reisebranche. Ich weiß, dass das für manche jetzt weit hergeholt ist, aber es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, auch wenn die Umsetzung nicht einfach ist.

  • 8. Mach das Beste aus deinem Wochenende. Die meisten Menschen arbeiten nicht am Wochenende (oder wenn man am Wochenende arbeitet, hat man höchst wahrscheinlich an anderen Tagen frei – verwende dann diese Tage als dein Wochenende) und so kann man auch während der Zeit kurze Trips einplanen. Macht jedenfalls Sinn! Natürlich ist es am Wochenende etwas teurer als unter der Woche, aber man kommt herum.

  • 9. Wenn du mit deinem Job generell unzufrieden bist und du auf der Suche nach einem neuen Job bist, suche diesen in der Region, wo du gerne reisen würdest. So ersparst du dir dann schon lange Flug- oder Autostunden und natürlich auch eine menge Geld. Im Ausland arbeiten ist heutzutage keine Seltenheit mehr und definitiv machbar.

  • 10. Wenn du einen langen Urlaub planst, solltest du dir gut überlegen wie du diesen verbringst. Statt 2 Wochen nur am Strand rumzuliegen z.B. in Florida kannst du ja eine Rundreise durch die Staaten machen und zum Abschluss eventuell ein paar Tage in der Karibik verbringen. So kommst du zu deinem Strandurlaub und siehst nebenbei auch noch einiges. Lange Urlaube sollten daher wirklich ganz gut geplant und durchdacht sein.

Wie schon oben erwähnt bin ich, was das alles betrifft ja kein Spezialist, ich kann euch nur Tipps geben, nach denen ich mich selbst auch richte und die ich für hilfreich empfunden habe. Auch ich schaffe es meinen Job (welchen ich aber wie in Punkt 6 angemerkt reduziert habe), meinen Blog und das Reisen zu verbinden. Ihr könnt das auch :-) Ganz bestimmt! Meine Reisen verfolt ihr am besten via Instagram

Falls ihr noch Fragen zum Thema „Reisen trotz Job“ habt könnt ihr mir diese hier natürlich gerne stellen. Ich freu mich schon auf eure Meinung zu meinem Beitrag.