Ihr alle habt das bestimmt schon mal irgendwo gehört – sei es von Schülern die ein Auslandssemester absolviert haben oder eben eine Sprachreise hinter sich haben. Eine Fremdsprache lernt man am besten, wenn man sie die ganze Zeit spricht und permanent damit konfrontiert wird.

Was ist mir diese Aussage nur auf den Nerv gegangen, weil ich mir immer gedacht habe „ach Quatsch, das lernt man so genau so gut!“ Falsch gedacht. Denn die permanente Konfrontation ist tatsächlich die beste Methode! Ich selbst habe es gemerkt und in Japan am eigenen Leib erfahren! Vor ein paar Wochen war ich mit meiner lieben Freundin Vicky von @thegoldenbun zusammen mit EF Sprachreisen in Tokio, der Weltstadt und Hauptstadt Japans.

Warum japanisch?

Ich weiß gar nicht wie oft ich jetzt schon gefragt wurde, warum ich denn bitteschön japanisch lernen wollte. Warum? Weil Japan schon so so viele Jahre auf Platz 1 meiner Travel Bucket List stand und ich in meinem früheren Leben wohl ein Asiate war. Ich habe mir nichts Sehnlicheres gewünscht, als nach Japan zu reisen und mir selbst mein Essen bestellen zu können oder nach dem Weg fragen zu können. Ich finde die Schrift so spannend und dachte „wenn dann gscheit“ ! Also habe ich mich für japanisch entschieden. Wakarimasu ka?

Das japanische Schriftsystem verwendet die chinesischen Schriftzeichen (Kanji), aber auch die Silbenschriften Hiragana und Katakana. Wir haben uns nur mit Hiragana und Katakana beschäftigt. Kanji ist – so haben das auch die anderen Schüler bestätigt – der absolute Endgegner. Diese Schrift lernt man auch nur wenn man mehrere Monate in Japan ist.

Japanisch Intensivkurs bei EF TOKYO

Wir haben uns für den Intensivkurs entschieden und besuchten jeden Tag (außer natürlich am Wochenende) die „Schule“ für 3-4 Stunden. Die Sprachschule von EF Tokio und das HQ von EF Japan befinden sich in bester Lage mitten in Shibuya, wenige Minuten von der Bahnstation entfernt. Die Aussicht aus dem Klassenzimmer hoch oben im 27. Stock des Sibuya Cross Towers runter auf die Stadt lenkte mich und Vicky teilweise schon ein bisschen ab. Die gesamte Etage mit Büro, Klassenräumen und Aufenthaltsraum war super schön, hell und natürlich modern!

Wir haben neben der „regulären“ Stunde auch noch eine Spin-Class besucht. Bei der Kursanmeldung bzw. am ersten Schultag, gibt man einfach seine Interessen bekannt und bekommt dann verschiedene Spin-Classes vorgeschlagen aus denen man wählen kann. Wir haben uns für das Lernen der Schriftzeichen entschieden. Und ich hätte mir im Leben niemals gedacht, dass ich mir irgendwas von den Zeichen merken würde aaaaaber, nach nur zwei Wochen konnte ich schon einige Silben und Buchstaben voneinander unterscheiden und diese benennen!

Was ich am Sprachkurs zuerst super verwirrend, im Nachhinein aber richtig klasse und hilfreich fand war die Tatsache, dass unsere Lehrerin wirklich NUR (kein Spaß, ich meine echt ununterbrochen) japanisch gesprochen hat. Der gesamte Unterricht war so ausgelegt, dass man echt total konzentriert aufpassen musste. Mit Händen und Füßen und Bildern wurden uns die Dinge erklärt, die sie uns immer und immer wieder vorsagte. Klar, das hat mich die ersten Tage schon richtig gefordert, aaaaber es war gut und hat auch echt was gebracht. Wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß im Kurs und waren auch mit unserer Lehrerin mehr als zufrieden! Auch wenn die Unterrichtseinheiten „lang waren“ (80 Minuten) waren sie doch so aufgebaut, dass man Spaß am Lernen hat. Die Zeit ist jeden Tag wie im Flug vergangen.

Eine Unterrichtseinheit bei EF Tokyo dauerte 80 Minuten. Wir hatten entweder vormittags von 09:00 – 11:50 Uhr Unterricht gefolgt von einer Spin Class von 12:20 – 13:40 Uhr oder nachmittags von 15:20 – 18:10 Uhr.

Mehr Infos gibt es hier

Unsere Unterkunft

Vicky und ich übernachteten im Studentenwohnheim nähe Tama Plaza. Jeden Tag sind wir mit dem Express Train in die Stadt bis Shibuya Station gefahren. Die Fahrt dauerte ca. 20-25 Minuten. Für den Weg in die Schule und wieder zurück sollte man aber auf jeden Fall pro Strecke eine Stunde einplanen. Die Rushhour ist in Tokio wirklich so wie man sie aus dem TV kennt. Millionen von Menschen wollen so schnell es geht von A nach B kommen und das dauert natürlich.

Wir hatten ein kleines Studentenzimmer mit Schreibtisch, Kühlschrank, Stockbett sowie Schrank und Kommode. Vollkommen ausreichend und in Ordnung. Wir waren ohnehin nie vor 11 Uhr Abend im Zimmer und sind meistens schon zwischen 6 und 7 Uhr aufgestanden und haben das Studentenheim verlassen.

Mein Fazit

Auch wenn ich nicht lange in Japan war, hat der Kurs doch sehr viel gebracht und ich konnte einiges lernen. Das Übungsmaterial und die Bücher sind auch gut fürs Selbststudium geeignet und teilweise selbsterklärend (abgesehen von den Hörübungen). Ich habe mir auch das ganze Material mit nach Hause genommen und lerne auch jetzt – einige Wochen später – noch fast täglich brav 20-25 Minuten japanisch!

Ich denke, wenn man den Sprachkurs für längere Zeit bucht, kann man nach 2 Monaten schon sehr gutes japanisch sprechen! Ich war wirklich begeistert von den Schülern und deren Abschlussreden! Ich hätte mir nie im Leben gedacht, dass man solch eine schwere Sprache doch so schnell erlernen kann! Aber wie schon zu Beginn erwähnt, durch die permanente Konfrontation ist man einfach gezwungen, die Sprache so schnell wie möglich zu lernen!

Ich würde es jedem Schüler, oder jedem, der sich einen Bildungsurlaub gönnen möchte (auf Vickys Blog erfährt ihr alles wichtige zum Thema Bildungsurlaub – klickt HIER) eine Sprachreise empfehlen. Man lernt das Land aus einem komplett anderen Blickwinkel kennen und trainiert zudem auch noch sein Gehirn! Hätte ich als Schüler das nötige Kleingeld gehabt, hätte ich mich schon viel früher für eine Sprachreise entschieden.