Hallo ihr Lieben! Ich habe mir heute die Zeit genommen und euch mal aufgeschrieben, wie ich meine Bilder mit Lightroom genau bearbeite und mit welchen einfachen Einstellungen bzw. Bearbeitungsschritten ihr noch mehr aus euren Bilder herausholen könnt. Falls ihr noch mehr Tipps zum Thema haben wollt, dann könnt ihr gerne in meiner Fotografie Kategorie stöbern. In diesem Beitrag dreht sich nun aber alles um das Bildbearbeitungsprogramm Lightroom.

Ich bin schon seit vielen Jahren Nutzer des Programms von Adobe und kann es euch auf jeden Fall wärmstens empfehlen. In Lightroom kann man ganz schön vieles mit den Fotos anstellen – trotzdem würde ich es als “Light-Version” der Fotobearbeitung im Vergleich zu Photoshop sehen. In diesem Beitrag gebe ich euch nun ein paar Tipps und zeige euch anhand von Beispielen worauf ihr bei der Bildbearbeitung in Lightroom achten solltet.

Das richtige Datenformat

Ich fotografiere meine Bilder immer im RAW-Format. Dieses Bildformat braucht zwar viel mehr Speicherplatz, aber man kann damit wesentlich “tiefer” in der Fotobearbeitung bzw. in die einzelnen Bildbereiche eingreifen und Dinge verändern. Im JPG Format ist das nicht möglich. Im RAW-Format werden die Farbtöne und der Weißabgleich des Bildes separat abgespeichert, das verursacht die größere Speichermenge aber ermöglich dadurch auch eine gezieltere Bearbeitung. Eine falsche Kameraeinstellung kann dadurch mit wenigen Klicks abgeändert oder verbessert werden.

Ihr müsst aber nicht zwingend in RAW-Format fotografieren. Auch ich habe jahrelang meine Bilder nur in JPEG-Format geschossen und war super zufrieden damit. Wenn man im Nachgang nicht sehr viel am Bild verändert leidet die Bildqualität auch bei einem JPEG-Format kaum. Wenn du dich mit deiner Kamera aber etwas beschäftigst und die Fotos bei perfekten Licht und mit guter Einstellung aufnimmst, wirst du auch im RAW-Format nicht viel nachbearbeiten müssen.

Die Kamera Grundeinstellungen

Die Belichtung ist das A und O. Mir persönlich gefallen meine Bilder auch am besten, wenn sie sehr hell und gut ausgeleuchtet sind. Natürlich sollte das Bild aber auch nicht zu überbelichtet sein und auch nicht zu kalt (blaustichig) wirken. Anhand des Bildes hier unten könnt ihr genau sehen, wie ich das Bild bearbeitet habe und wie es im Originalzustand ausgesehen hat. Hier sieht man schon das der Unterschied nicht wirklich unglaublich extrem ist, aber dennoch wirkungsvoll. Meiner Meinung nach passt der Spruch “Weniger ist oft mehr” beim Thema Fotografie sehr gut.

Wichtig ist, dass du auf deiner Kamera den Weißabgleich und die Belichtung einstellst und der Kamera somit zeigst, wie das aktuelle Wetter gerade ist oder ob du bei Tageslicht, künstlichem Licht oder bedecktem Himmel fotografierst. So kannst du das Bild aufhellen (wenn es zu dunkel ist) oder weniger Hell gestalten (wenn es zu sonnig ist). Auch die Objektivkorrektur / Profilkorrektur kann hier viel weiterhelfen.

Retusche und Bereichsreparatur

Der liebe Korrekturpinsel. Ein Werkzeug den ich sehr gerne nutze und auch nicht Missen möchte, der aber dennoch mit Vorsicht zu genießen ist. Ich habe schon so viele Bilder gesehen, die schrecklich stark bearbeitet wurden. Wie oben schon gesagt ist weniger oft mehr. In Lightroom gibt es unter den Zuschneidewerkzeugen den Punkt Bereichsreparatur. Ich selbst verwende fast nur den Kopierstempel.

Generell nutze ich das Retuschetool eher weniger, weil ich es nicht ausstehen kann stundenlang an einem Foto zu arbeiten und zu retuschieren. Ich finde es super praktisch wenn man mal einen lästigen Pickel wegstempeln möchte oder auch Touristen oder andere unschöne Dinge im Hintergrund wegradieren mag.

Bild korrekt ausrichten

Eine sehr ungewöhnliche Angewohnheit: Ich fotografiere oft mit der Wasserwaage und dem Live-View Modus über dem Display. Bei Bewegtmotiven ist das aber natürlich nicht möglich. So kann es passieren, dass mein aufgenommenes Bilder nicht zu 100% schön gerade ist oder das Motiv nicht mittig platziert ist. Das macht aber überhaupt nichts. mit dem Freistellen Werkzeug kann man im Lightroom problemlos bei jedem Bild den Winkel anpassen und das Bild auch zuschneiden. Damit das Bild dann auch gerade wird, orientiert man sich am Besten an Linien im Hintergrund, wie zum Beispiel Hausmauern, Fliesen am Boden oder Fenstern.

Farbton und Sättigung

Bei fast all meinen Bildern passe ich dann im Nachhinein noch ein wenig den Farbton an bzw. mache die Farben satter oder etwas matter. Je nachdem wie die Lichtverhältnisse während der Aufnahme waren. Wenn es sehr hell ist und die Sonne direkt auf das Motiv scheint ist es oft sehr knallig, dann stelle ich die Sättigung gerne etwas runter. Wenn es aber düster ist und das Bild eher keine satten Farben hat, sondern farblos und fad aussieht, stelle ich die Farbe etwas rauf.

Bilder scharf stellen

Natürlich kann es auch dem besten Fotografen mal passieren, dass das Bild nicht zu 100% scharf genug ist. Hier kannst du dann mit der richtigen Einstellung das Bild auch schärfer stellen. Die Einstellung kennt ihr ja bestimmt, gibt es ja auch bei Instagram und all den anderen gängigen Bildbearbeitungsprogrammen. Wenn das Scharfstellen aber nicht ausreicht, kannst du mit dem Retuschepinsel die unscharfe Zone markieren und dann dort nochmals extra schärfer einstellen.

Einstellungen speichern und Vorlagen verwenden

Jeder Blogger hat seinen eigenen Stil und die meisten der Bilder sehen oft (von dem Bearbeitungsstil) her gleich aus. Manche mögen eine feste Körnung im Bild, andere haben gerne farblose Bilder und so weiter. Wenn du also ein bestimmtes Bearbeitungsschema hast, kannst du dir deine Einstellungen abspeichern und mit einem Klick mehrere Bilder gleichzeitig bearbeiten indem du den voreingestellten Filter – oder die Vorlage – über das Foto legst. Du kannst aber nicht nur deine eigenen Einstellungen verwenden sondern dir zum Beispiel auch “Filter” von VSCO herunterladen oder Presets von Bloggern kaufen.