In meinem heutigen Beitrag dreht sich alles um die Verlegung unserer Feinsteinplatten auf der Terrasse. Auf unserem Instagram Hausbau Kanal haben schon so viele nach den Platten und der Verlegung gefragt, dass wir uns dachten, auch hier einen ausführlichen Beitrag bzw. eine Anleitung zu schreiben. Gleich zu Beginn möchte ich aber anmerken, dass wir keine Landschaftsarchitekten oder GaLa-Bauer sind.

Wir sind Hobby-Heimwerker und Bastler mit einem ganz tollen Papa an unserer Seite, der seit über 40 Jahren leidenschaftlicher Maurer ist und uns bei all unseren Arbeiten mit Rat und Tat sowie ausreichend Kraft und Werkzeug zur Seite steht. Das restliche Know-How zum Selber bauen holen wir uns zudem seit Baubeginn von unserem Berater und Betreuer im Lagerhaus.

Terrassenbau – Feinsteinplatten in Splitt legen

Wir haben uns bei unserer Terrasse für Casafino Feinsteinplatten (Ceramica Modano in der Farbe lighto)  und eine Verlegung in Splitt entschieden. Das hatte vielerlei Gründe und sollte bei euch auf jeden Fall individuell mit einem Fachmann geklärt werden. Auch wir haben uns hier von unserem Berater im Lagerhaus alle Optionen auflisten lassen und haben uns dann für diese Art entschieden. Da wir keine großen Fans von dominanten Fugen sind und am liebsten so fugenlos wie möglich verlegen wollten, kam die Variante mit dem Splitt Bett für uns infrage. Hier hat man die Möglichkeit, Fugen von ca. 2-4 mm zu verlegen. Kommen wir nun zum ersten Vorbereitungsschritt bei der Terrasse.

Achtung: Wir haben zuvor bereits die Terrasse selbst gebaut bzw. ein Fundament betoniert. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung habe ich euch verlinkt.

Die Vorbereitungen

Bevor die Platten verlegt werden können, müssen natürlich erst einige Vorbereitungen auf der Terrasse getroffen werden. In unserem Fall ist das die Randeinfassung, die bei starkem Regen oder starker Belastung verhindert, dass der Splitt unter den Platten seitlich wegrutscht. Damit ihr für die Arbeiten an der Terrasse gut vorbereitet seid, haben wir euch hier auch nochmal eine Liste mit allen Materialien und Werkzeugen, die ihr für die Arbeiten braucht, aufgelistet.

Material

  • Casafino Terrassenplatten – Ceramica Modano, stille Noblesse, lighto, 120×60
  • Beton, Mörtel, Zement
  • Sand bzw. Kies
  • Rasenkanten
  • Edelsplitt 2-4 mm
  • Fugensand + Fugenkreuz

Werkzeug

  • Gummihammer
  • Maurerschnur & Bleistift
  • Richt-/Putzlatte
  • Rührwerk
  • Schaufel, Schubkarren, Besen
  • Wasserwage, Maßband, Winkel
  • Flex

Legen wir los!

Legen wir nun los mit dem Terrassenbau bzw. mit den Vorbereitungen für den Unterbau der Feinsteinplatten. Ich weiß, ich wiederhole mich. Aber wie oben bereits erwähnt sind wir Hobbyhandwerker und Häuslbauer. Wir arbeiten stets sauber, gewissenhaft und mit guten Materialien. Es gibt selbstverständlich aber auch andere Verlegearten, Verlegetechniken und andere Materialien die verwendet werden können. Damit ich zu meiner Instagram Fotodokumentation aber auch alles verschriftlicht habe – gibt es noch unsere persönliche Anleitung.

1. Schritt: Randeinfassungen – Kiesfangleisten, oder, wie in unserem Fall, Rasenkanten

Damit der Splitt in dem die Feinsteinplatten liegen nicht abhaut, braucht man natürlich an der Terrassenkante eine Randeinfassung. Hier gibt es spezielle Kiesfangleisten aus Aluminium mit kleinen Löchern. So kann Wasser abfließen, aber der Kies nicht wegrutschen. Wir haben uns für eine billigere Variante entschieden und haben unsere Rasenkanten verwendet, die wir schon länger im Garten herumliegen hatten.

Damit ihr euch das besser vorstellen könnt, wie die Rasenkanten das Wasser abfließen lassen und trotzdem den Kies abfangen, habe ich ein paar Detailbilder aufgenommen. Die Rasenkante wurde mit Klecksen befestigt. So kann unterhalb das Wasser ablaufen. Zudem haben wir die Rasenkanten nicht zusammengesteckt, so kann auch zwischen den einzelnen Rasenkanten das Wasser durchfließen. 

Wir hatten schon mehrmals Platzregen, längere Regengüsse und tagelangen Nieselregen. Alles kein Problem. Das Wasser fließt schön – und natürlich mit Gefälle zur Rasenfläche hin – ab.

2. Schritt: Terrassenunterbau – Splitt aufbringen und Gefälle einstellen

Nachdem wir die Randeinfassung fertig gesetzt hatten und alles ausgehärtet war, konnten wir den Kies in die Einfassung schütten. Hier haben wir Edelsplitt verwendet. Die Menge an Material wurde von unserem Lagerhaus Fachberater errechnet und dann natürlich auch mit dem LKW in Big Bags auf die Baustelle geliefert.

Damit der Untergrund zwar gerade aber mit einem Gefälle korrekt und ohne Unebenheiten vorbereitet wird, empfehlen wir euch nach allen paar Metern den zu verlegenden Bereich mit einer Führungs- oder Abziehschienen zu versehen. Auch das könnt ihr an den Bildern und meinem Video in den Insta Highlights gut erkennen. Wir haben einfach ein Eisenrohr verwendet. Nehmt kein Holz. Holz ist niemals komplett gerade und auch weich, sodass ein sauberes Arbeiten nicht zu 100 % gewährleistet werden kann.

Die Verlegeart der Platten – moderner Kreuzverband

Nachdem wir den Bereich vorbereitet und glatt gezogen haben, war es auch schon an der Zeit die ersten Platten zu legen. Wir haben uns übrigens für ein Verlegemuster im Kreuzverband entschieden. Wir finden bei solch großen Platten sieht das einfach moderner und schlichter aus. Wenn ihr ein paar Inspirationen braucht und nicht wisst, in welchem Verlegemuster ihr verlegen sollt – im Prospekt von Casafino wurden auch ein paar Möglichkeiten aufgelistet.

3. Schritt Terrassenplatten auf das Splittbett legen

Ihr habt euch für eine Verlegart bzw. für ein Muster entschieden und alles so weit vorbereitet? Dann kann es jetzt ans Verlegen der Platten gehen! Falls ihr große Platten habt und alleine arbeitet, empfiehlt sich ein Plattenheber. Die Platten verlegt ihr dann vom Rand aus, damit ihr auf die verlegte Platte steigen könnt und nicht die Splittfläche betreten müsst.

Jetzt kommen Abstandshalter bzw. Fugenkreuze, Gummihammer und Wasserwaage zum Einsatz. Schließlich soll das Fugenbild ja gleichmäßig sein und die Platten gerade auf dem Splitt liegen. Haltet also zu den Rändern einen Fugenabstand ein, indem ihr die Platte auf den Splitt legt, die Abstandshalter an den Rändern anbringt und dann die Platte mit dem Gummihammer in Position klopft. Klopft die Platte auch von oben in das Splittbett, sodass sie gerade aufliegt.

Prüft während der Verlegearbeiten aber immer mit der Wasserwaage das Gefälle und die Ebenheit zwischen den Platten. Das ist dann etwas mühselig und eine langwierige Angelegenheit. Denn manchmal hat man eine Platte zu tief eingeklopft oder man hat an einer Stelle zu viel Splitt. Dann müsst ihr die Platte herausnehmen und je nachdem noch etwas Splitt streuen oder herausnehmen und die Fläche erneut gerade ziehen.

4. Schritt Terrassenplatten verfugen

Wenn alle Platten korrekt liegen, ist es an der Zeit zu verfugen. Hierfür kehrt ihr mit einem Besen den Fugensand diagonal zu den Fugen ein. Nachdem wir verfugt hatten, hat es den Abend darauf und in der Nacht geregnet. Das hat die Platten noch einmal schön gefestigt und den Fugensand nach unten in die Hohlräume geschwemmt. Am nächsten Tag haben wir dann erneut verfugt. Laut Recherche im Internet kann es auch sein, dass man diesen Prozess nach der ersten Saison oder nach ein paar Jahren wiederholen kann/soll/muss. Wir haben “No Grow” in der Farbe Natur verwendet.

Mal sehen wie es bei uns im nächsten Frühjahr aussieht. Auf jeden Fall sind wir super happy mit unserer Terrasse und freuen uns über unsere getane Arbeit. Wir sind auch sehr zufrieden mit den hellen Platten und sind begeistert, wie pflegeleicht sie sind. Aber jetzt genug gequatscht. Ich hoffe, meine Anleitung ist für euer Garten- bzw. Terrassenprojekt eine Unterstützung!