Long time no see, Leute! Es gibt reichlich Updates über unser Haus! Der Innenausbau schreitet in großen Schritten voran und in wenigen Wochen ziehen wir in unser Traumhaus. Da ich euch aber noch einige Infos schuldig bin, dachte ich mir, ich nutze das etwas ruhigere Wochenende und erzähle euch mal ein bisschen was zu unserer Traumküche vom Tischler. Ich habe beschlossen die Küchenstory in drei Teile zu splitten, damit es nicht zu viele Infos auf einmal sind. Heute dreht sich alles um die Planungsphase der Küche und wie wir zu unserem Tischler gekommen sind. Also legen wir los!

Unsere Traumküche vom Tischler

Die Küche ist das Herzstück jeder Wohnung oder jedes Hauses. In einer Küche wird nicht nur gekocht, sondern auch gequatscht, gelacht, getrunken und gegessen. Deshalb war es uns wichtig, hier einen Ort zu schaffen, der ein echter Hingucker wird, aber auch zum Verweilen einlädt und sowohl praktisch als auch hoch funktionell ist.

Wie so oft haben wir uns auch bei der Küche erst mal bei Freunden, Bekannten und Verwandten umgehört und uns unseren jetzigen Tischler empfehlen lassen. Ja genau, wir bekommen eine – auf unsere Bedürfnisse abgestimmte – maßgeschneiderte Küche vom Tischler Schütz aus Marz im Burgenland. In der Infobox unten könnt ihr alle wichtigen Kontaktinfos zur Tischlerei finden.

Küche und Wohnen Schütz GmbH

Industriestr. 4
AT – 7221 Marz
Telefon: +43 2626-62056
E-Mail: verkauf@tischlerei-schuetz.at

Herzlichen Dank an das Team von Küche und Wohnen Schütz GmbH für die tolle Küche und die Zeit die Ihr euch genommen habt! Die Meinung die ich hier vertrete ist natürlich zu 100% meine eigene. Ich wurde nicht beauftragt um diesen Beitrag zu schreiben/veröffentlichen und auch nicht dafür bezahlt. Die Meinung die ich hier vertrete ist meine eigene persönliche. Ich bin kein Tischler oder Handwerker und kann nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen. 

Erstkontakt zur Hausmesse direkt im Küchenstudio

Ich habe natürlich nicht lange überlegt und nach mehreren Empfehlungen sofort zum Hörer gegriffen und wollte mir einen Termin im Küchenstudio bzw. im Showroom ausmachen. Die nette Mitarbeiterin am Telefon informierte mich bei der Gelegenheit gleich über deren bevorstehende Hausmesse bei der man sich nicht nur die Küche zu einem Messerabatt planen lassen kann, sondern auch alle ausgestellten Küchen „live erleben“ könne.

Perfekt, oder? Wir hatten also die Gelegenheit, uns alles ungezwungen anzusehen, uns durch die Köstlichkeiten der Profis vom Live Cooking zu schlemmen und konnten uns auch gleich einen ersten Entwurf planen lassen. Oh, und natürlich waren von den jeweiligen Firmen auch verschiedenste Vertreter vor Ort welche detaillierte Informationen und Broschüren über alle möglichen Gräte parat hatten.

Für uns war es ein perfekter Erstkontakt. Nach einer Autofahrt von ca. 60 Minuten sind wir im Küchenstudio angekommen. Das gesamte Team der Tischlerei Schütz – allen voran aber der liebe Michael, unser Ansprechpartner – war super sympathisch und zuvorkommend, aber auf keinen Fall aufdringlich! Der erste Eindruck ist ja bekanntlich sehr ausschlaggebend und ich muss sagen, nach ein paar Runden durch die ausgestellten Räumlichkeiten hatten wir ein so gutes Gefühl, dass wir uns für ein Beratungsgespräch und die erste Entwurfsplanung entschieden haben.

Ich hatte schon immer ein Bild im Kopf und wusste, wie die Küche in etwa aussehen würde. Auch unser Grundriss richtete sich nach meiner im Kopf rumschwirrenden Idee. Tja und so wurde dann unsere Küche auf Papier gebracht. Für diejenigen, die jetzt aber noch ganz am Anfang der Haus- oder Küchenplanung stehen dachte ich mir, ich liste euch mal meine persönlichen Must-Have’s auf und was ihr bei eurer Küchenplanung beachten solltet.

Meine Planungstipps für deine Küche

Ganz wichtig – Laufwege beachten

So wichtig das Design auch ist, eine Küche muss in erster Linie praktisch und funktionell sein. Deswegen hat uns Michael auch darauf hingewiesen, dass den Laufwegen auf jeden Fall Beachtung geschenkt werden sollte. Das heißt, dass der Platz zwischen Insel und Küche nicht zu klein, aber auch nicht zu groß ist. Und das die Spüle zum Beispiel am Besten in der Nähe des Geschirrspülers platziert wird. Auf all diese kleinen Feinheiten hat uns Michael hingewiesen und uns gut beraten.

Die Elektroplanung

Klar – eine Küche braucht Strom für alle Geräte. Aber wichtig ist auch, dass ihr genau darüber nachdenkt, welche Geräte sonst noch so zum Einsatz kommen sollen. Habt ihr zum Beispiel eine Kaffeemaschine die immer in der Küche stehen soll, oder einen Mixer? Dann könnt ihr gleich ein paar Extra Steckdosen einplanen, damit ihr nicht ständig am umstöpseln seid. Und solltet ihr eine Insel planen die auch noch eine Barfunktion hat, dann wären auch dort ein paar Steckdosen gut, schon alleine um mal fix ein Handy laden zu können. Eigentlich gilt wie im ganzen Haus: Steckdosen kann man fast nie genug haben. Und hier solltet ihr euch vorher wirklich Gedanken über euer Nutzungsverhalten machen – denn nachträglich etwas hinzufügen ist natürlich mit hohem Aufwand und auch Kosten verbunden.

Die ergonomische Komponente – die perfekte Arbeitshöhe

Die Arbeitshöhe spielt eine wirklich wichtige Rolle. In der Mietwohnung von meinem Freund haben wir aktuell eine Arbeitshöhe von knapp 79cm. Und das ist für mich – ich bin 1,80m groß – viel zu niedrig. Deswegen sollte man bei der Küchenplanung auf jeden Fall darauf achten, wer am häufigsten kocht, vor allem wenn bei Partnern die Körpergrößen stark voneinander abweichen. In der groben Regel sagt man, dass eine Küche ungefähr die Hälfte der Körperhöhe der Person haben sollte, die entweder am größten ist oder aber die Küche bedeutend mehr nutzt als alle anderen. Bei uns ist das zum Glück kein Problem, Philipp ist nur ein kleines bisschen kleiner als ich und die 90cm passen für uns beide perfekt.

Die Balance zwischen Design und Funktionalität finden

Ich habe es bei den Laufwegen schon angesprochen. Eine Küche sollte in erster Linie funktional sein. Sagt zumindest Philipp immer. Ich bin ja mehr so der Designfreund. Deswegen war das auch ein etwas längerer Weg, bis wir die für uns optimale Belegung der Insel gefunden haben. Ich hätte zum Beispiel sehr gerne das Kochfeld an der kurzen Seite der Küche gehabt, weil mir das optisch einfach sehr gut gefällt. Nur ist es leider nicht praktisch und deswegen habe ich mich dann schweren Herzens auch von der Idee abbringen lassen.

Da das Design aber nicht nur die Platzierung betrifft, sondern auch den Fugenverlauf zum Beispiel, war das für uns ein echter Pluspunkt für einen Tischler. Den hier müssen wir nicht auf Standardmaße bei den Schrankhöhen zurückgreifen und konnten es genau so gestalten wie es uns gefällt. In unserem Fall zum Beispiel der deckenhohe Verbau und Fugen die über die komplette Breite zusammen passen.

Stauraum und Arbeitsflächen

Das wohl wichtigste bei einer Küche ist der optimale Kompromiss zwischen dem Stauraum und der vorhandenen Arbeitsfläche. Und das dann auch noch in Abhängigkeit vom verfügbaren Platz. Wer eine 8 Meter breite Küche verbauen kann, kann beides haben. Stauraum und Arbeitsplatz ohne Ende. Normalerweise, und so auch bei uns, muss man aber schauen wie man mit weniger Platz optimale Ergebnisse erzielen kann. Bei uns bedeutet das, dass wir unsere Insel recht groß geplant haben und im Küchenteil an der Wand eher viel Stauraum haben. Das heißt, dort haben wir nur eine Auslassung für die Spüle und recht wenig Arbeitsfläche. Aber auch hier hat uns Michael super beraten und seine jahrelange Erfahrung einfließen lassen.

Die richtigen Materialien

Das wohl schwerste Thema für mich – wie soll die Küche aussehen? Wir haben wirklich lang überlegt und viele Bilder zur Inspiration angeschaut. Und wenn man dann endlich weiß, wie die Küche aussehen soll, kommt wieder die Frage nach der Funktionalität. Ist es sinnvoll eine komplette Küche aus echtem Holz zu bauen, oder ist die Feuchte ein Problem? Gibt es die gewünschte Farbe überhaupt als Arbeitsplatte? Und wenn ja, ist sie auch robust oder muss man dann Abstriche machen? All diese Fragen wurden von Michael sehr Ernst genommen und auch hier hat er uns bestmöglich beraten. So konnten wir am Ende eine für uns perfekte Materialkombination für unsere Küche finden und haben auch eine Arbeitsplatte gefunden, die auf Gehrung geschnitten werden kann.

Welche Geräte, Marke und Funktionen brauche ich

Eine Küche ist natürlich so individuell wie die Besitzer. Die einen backen am Liebsten, die anderen dünsten nur und die dritte Person braucht einen Teppanyaki Grill.

Als erstes solltet ihr euch also – wieder einmal – Gedanken darüber machen was ihr so alles braucht in eurer Küche. Uns war zum Beispiel wichtig, dass wir den Dunstabzug ins Kochfeld integriert haben, weil wir durch die Galerie gar keine andere Möglichkeit gehabt hätten und es uns auch viel besser gefällt. Außerdem stand auch bei uns am Anfang die Frage im Raum, ob wir einen Teppanyaki Grill möchten für eine Seite des Kochfelds. Am Ende haben wir uns aber dagegen entschieden. Wir frühstücken nicht so oft und auch Fleisch kommt bei uns nur noch recht selten auf den Tisch. Also brauchten wir keine extra große Platte. Wir wollten dann lieber so viele Kochfelder wie möglich haben.

Auch beim Kühlschrank ist es wichtig zu wissen, ob ihr eventuell die Möglichkeit habt eine Kühltruhe im Hauswirtschaftsraum oder im Keller zu platzieren. Dann könntet ihr in der Küche nach einem Kühlschrank schauen, der nur ein kleines Gefrierfach hat um mehr Platz für die alltäglichen Dinge zu haben. Aber auch hier gilt natürlich wieder: Achtet genau darauf was für eure Bedürfnisse passt. Die eine Person muss Unmengen an frischem Gemüse einfrieren, die andere Person braucht unbedingt ein großes Eisfach in der Küche.

Ihr solltet auch wissen, was für einen Backofen ihr braucht – oder gar wie viele. Wenn ihr gerne backt, dann könnt ihr überlegen ob nicht „zwei“ Backöfen besser wären. Es gibt heutzutage super viel Kombigeräte. Der eine Backofen kann zusätzlich Dünsten und Garen, der andere Backofen hat eine Zweitfunktion als Mikrowelle. Grenzen sind quasi keine gesetzt.

Wovon wir euch ganz persönlich aber abraten würden: Fest verbaute Kaffeemaschinen. Sie sehen zwar gut aus, aber sie zu wechseln wird der Horror. Sollte nach ein paar Jahren etwas kaputt sein, müsst ihr auf exakt den selben Hersteller zurückgreifen. Und die Preise für die integrierten Kaffeemaschinen sind um ein vielfaches höher als der Kaffeevollautomat der frei in der Küche platziert werden kann.

Eine Küche kreieren an der man lange Freunde hat

Der wohl wichtigste Punkt von allen: Es ist eure Küche. Eure Küche muss nur euch gefallen. Solltet ihr also allen Punkten von oben widersprechen, dann ist das euer gutes Recht. Lasst euch nicht reinreden von anderen Leuten (Außer vielleicht vom Tischler, der weiß wirklich was er tut). Lasst euch eure Lieblingsfarbe nicht ausreden, nur weil sie anderen Leuten nicht gefällt. Ihr wollt unbedingt die grüne Arbeitsplatte? Na dann, go for it!

Viele Häuslebauer planen den Grundriss passend für die Küche und die soll dann natürlich auch perfekt sein. Deswegen würden wir euch immer empfehlen zu einem Tischler zu gehen. Klar, am Ende ist das sicher teurer als im normalen Möbelladen und auch Ikea hat wunderschöne, qualitativ gute Küchen. Aber am Ende seid ihr dann immer auf die „Standard“ Maße angewiesen und nicht komplett frei in der Gestaltung. Wichtig war für uns vor allem auch die Beratung. Die bekommt man auf diesem Level natürlich nicht bei den typischen Möbelhäusern. Michael hat uns sehr gut beraten und seine jahrelange Erfahrung einfließen lassen und das in mehreren stundenlangen Terminen.

Somit können wir Stand jetzt sagen: Wir haben eine Küche geplant, die uns sehr lange Freude bereiten wird und freuen uns schon drauf, euch im zweiten Teil vom Aufbau berichten zu können! Bis dahin, bleibt gesund und alles Gute!