Kaum zu glauben aber wahr. Ich kann endlich diesen Blogbeitrag schreiben. Endlich ist das Haus fertig und wir sind eingezogen. Wenn ich an den Umzugstag denke, werde ich gleich wieder ein wenig sentimental :-) Die Hektik und die vielen Kisten und natürlich nicht zu vergessen, die erste Nacht in unserem neuen zu Hause. Es war ein sehr stressiger aber auch emotionaler Tag. Aber jetzt erstmal alles der Reihe nach. Falls ihr den letzten Beitrag über unseren Innenausbau verpasst habt, so könnt ihr diesen HIER gerne noch nachlesen.

Es war der 07. November 2020. Bereits kurz nach 5 Uhr früh hat der Wecker geklingelt. Tief geschlafen haben wir aber beide nicht. Wir waren natürlich schon sehr aufgeregt und konnten es kaum erwarten, am kommenden Morgen das letzte Möbelstück – unser Bett – auseinander zu nehmen und unser gesamtes Hab und Gut in den Umzugswagen zu laden. Es hat auch nicht lange gedauert bis mein bester Freund mit dem riesigen Fahrzeug einparkte und zusammen mit meinem Vater bereit war alles aus der Wohnung zu schleppen. Auch meine beiden Cousinen waren am Start und packten fleißig mit an.

Da wir ausreichend Helferlein hatten und bereits vieles oder besser gesagt alles vorab in den Kisten verstaut hatten, dauerte es dann auch nicht lange bis der Umzugswagen voll und die alte Wohnung leer war. Das war dann auch das erste Mal, wo Tränen geflossen sind. Unsere erste gemeinsame Wohnung. Die Wohnung die Philipp gemietet hatte um von Deutschland nach Österreich auszuwandern und ein neues Leben mit mir zu starten. Unsere Zeit hier war abgelaufen. Ich war ganz schön traurig freute mich aber natürlich auch auf die erste Nacht im Haus.

Nachdem wir nochmal einen Rundgang durch die leeren Räume gemacht haben, war es an der Zeit loszufahren. Also setzten wir uns alle in die bis ans Dach vollgerammelten Autos und den Transporter und fuhren los. Ich hatte mir für den Umzug vorgenommen, sofort nach eintreffen im Haus die ganzen Kisten auszuräumen und alles an Ort und Stelle zu verstauen.

Wir alle kennen das Phänomen der Umzugskisten. Man stellt sie in ein Zimmer und denkt sich dann “ach das räume ich später aus” und irgendwie ist das Später dann meist erst in einem Jahr oder so. Das wollte ich verhindern und ist muss sagen, dass ist uns auch ganz gut gelungen. Alle Beautyprodukte haben im Badezimmer ihren Platz gefunden. Alle Klamotten wurden im Ankleidezimmer verstaut. Die Schmutzwäsche gewaschen, das Bett frisch bezogen, der TV angeschlossen, die Küche bestückt. Es war ein tolles Gefühl. Die Umzugskisten leerten sich rasch und das Haus war plötzlich eingeräumt und “bezugsfertig”. Auch wenn der Geschirrspüler und die Waschmaschine an diesem Tag gefühlt 15 Mal ein- und ausgeräumt werden musst, fühlte ich mich fantastisch.

Je später es wurde, umso weniger Helfer waren im Haus. Und kurz vor der Ausgangsbeschränkung war es dann soweit. Auch meine Eltern haben sich von uns verabschiedet und haben uns im Haus alleine gelassen. Ich musste dann kurz ganz schön heulen, weil ich es nicht fassen konnte, was mein Papa hier geschafft hat. Was er für mich gebaut hat. Wie viel Schweiß, Schmerz, Herzblut, Kraft und wie viel Nerven das alles gekostet hat. Wie viel Anstrengung, Probleme und Geld das mit sich brachte. Es war definitiv kein leichtes Projekt. Es hat uns alle ganz schön viele graue Haare gekostet. Aber wir haben es als Familie durchgestanden und etwas wundervolles ist daraus geworden. Naja und jetzt. Jetzt wohnen wir tatsächlich schon in unserem Traumhaus. Zwar noch etwas spartanisch und bei weiten noch nicht fertig. Aber wir haben ein Dach über den Kopf.

Das gröbste ist geschafft und das ohne Nachfinanzierung, großen Schäden oder Baufails. Ganz im Gegenteil. Uns ist sogar noch etwas Kleingeld übrig geblieben war wir dann für einige andere Luxusprodukte verwenden konnten wie etwa unseren Whirlpool oder unserer Zweitküche im Hauswirtschaftsraum. Wir zahlen mittlerweile auch unseren Kredit ab und haben uns auch hier dank ausreichender Beratung und viel Kalkulation nicht übernommen. Ich hatte doch einige Male Angst, dass wir uns eventuell doch verkalkuliert haben, die Raten zu hoch wären oder besser gesagt die Nebenkosten so hoch, dass die Ratenzahlungen ein Problem werden könnten, aber die vielen Termine bei meinem Bankberater und das Führen eines Haushaltstagebuchs hat echt geholfen. Falls ihr meinen Beitrag zur Finanzierung und der Erste Bank und Sparkasse noch nicht gelesen habt, klickt euch gerne rein.

Jetzt geht es natürlich trotzdem weiter. Wir haben noch so viel zu tun. Vieles muss noch fertiggestellt werden und einige Projekte wie der Weinkeller oder der Garten sind noch gar nicht angefasst worden. Darüber werde ich hier natürlich auch weiterhin berichten und euch auf dem Laufenden halten. Jetzt müssen wir aber erstmal verschnaufen und alles Sacken lassen. Wir wollen auch nicht das ganze Ersparte das noch da ist, sofort wieder zum Fenster rausschmeißen. Ein kleiner Puffer ist immer ganz gut wie wir finden. Wer unser tägliches Leben aber gerne mitverfolgen möchte, kann uns via Instagram auf @house.no22 folgen. Wir freuen uns auf euch!