Drohnen werden bei Reisenden, Backpackern und ambitionierten Fotografen immer beliebter. Ist ja auch kein Wunder, die Bilder machen schon echt was her und ich gebe es zu, auch ich bin ein ganz großer Fan von Bildern aus der Vogelperspektive! Leider ist das Thema Drohnenkauf und Drohnenverwendung mittlerweile aber ein sehr heikles. In diesem Beitrag versuche ich euch mal alle wichtigen Informationen, welche ich von Behörde, Versicherung usw. erhalten habe, weiterzugeben. Denn das Reisen mit Drohne ist nicht ganz unkompliziert und es gibt einige Richtlinien und Gesetze an die man sich halten muss!

1. Eine Drohne kaufen

Auch wenn es ziemlich strikte Regeln bezüglich Drohne fliegen gibt, kann man die Teile ganz einfach im Internet oder bei den gängigen Elektronikhändlern erwerben. Ich habe mich für die DJI Mavic Pro entschieden. Die Mavic Pro ist eine kleine und gleichzeitig unfassbar leistungsfähige Drohne von DJI. Der Copter kann zusammengeklappt werden und ist nicht nur winzig, sondern auch sehr leicht zu transportieren – ein essentieller Punkt wenn es darum geht, die Drohne auf Reisen mitzunehmen. Gekauft habe ich die Drohne via Amazon HIER.

2. Drohnen Registrierung und Versicherung

Wer seine Drohne auf Reisen mitnehmen will um das Urlaubsalbum aufzupeppen, sollte sich vorher auf jeden Fall gut informieren. Die Regelungen sind teilweise ziemlich unterschiedlich, und bei Verstößen gegen nationale Gesetze drohen – wie übrigens auch in Österreich – hohe Strafen. Viele vergessen, dass man eine Drohne vor Inbetriebnahme und noch vor dem ersten Rundflug auf jeden Fall registrieren muss. Seit 2014 sind in Österreich Drohnen bewilligungspflichtig. (Dies gilt für Drohnen die mehr als 250 Gramm wiegen).

Drohnen unter 250 Gramm gelten als Spielzeug und dürfen maximal 30 Meter hoch fliegen. Für alle anderen Drohnen muss eine eigene Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden – ohne diese wird die Drohne auch nicht von der Austro Control bewilligt. 300 Euro kostet diese Genehmigung. Ich habe mir meine Drohne ganz einfach und bequem HIER registrieren lassen. Fand es ganz praktisch, den gesamten Papierkram einfach abzugeben und „den Profis“ zu überlassen. Ich kann euch die Seite sehr empfehlen.

3. Drohne im Flugzeug

Wer seine Drohne auf Reisen mitnehmen will, sollte sich in jedem Fall vorher gut über länderspezifische Vorschriften informieren. Es gibt Länder, die das einführen von Drohnen verbietet. Marokko zum Beispiel. Hier mussten wir unsere Drohne leider zu Hause lassen. Hätten wir unser Spielzeug mitgenommen, hätte die Flughafenpolizei uns dieses ohne Probleme abnehmen und beschlagnahmen können. Deshalb vorab immer im Internet schlau machen.

Wenn nichts gegen eine Einfuhr spricht, solltet ihr eure Drohne auf jeden Fall ordentlich verpacken. Für die meisten Drohnen gibt es aber passende Taschen oder Rucksäcke, welche man ohne Probleme ins Handgepäck mitnehmen kann. Ich selbst gebe mein gesamtes Fotografie und Tech-Equipment nie auf und habe es lieber im Flugzeug bei mir mit dabei. Meine Drohne transportiere ich in dieser Tasche.

Die Mitnahme einer Drohne im Flugzeug ist prinzipiell unproblematisch, dennoch gibt es Richtlinien und Vorschriften, die man vor Abflug beachten sollte. So ist die Mitnahme des Copters an sich gar nicht das Problem, sondern vielmehr der Transport der Akkus. Die meisten Drohnen verfügen über einen LiPo-Akku. Diese Lithium-Polymer-Akkus gelten bei den meisten Fluggesellschaften als Gefahrengut. Die Akkus dürfen auch nicht im Frachtraum – sprich im aufzugebenden Gepäck – transportiert werden. Deshalb empfehle ich auch immer die Akkus vor Abreise zu entladen. So kann beim Transport nichts schief gehen.

In welchen Ländern sind Drohnen verboten?

Europa: Slowenien (gewerbliche Nutzung verboten)
Asien: Usbekistan, Saudi-Arabien, Indien und Bhutan
Afrika: Marokko, Algerien, Ägypten und Madagaskar
Südamerika: Kuba und Nicaragua (Argentinien für gewerbliche Zwecke verboten)

In folgenden Ländern braucht man auch bei privater Nutzung eine Genehmigung
oder musst die Drohne registrieren:

Europa: Portugal, Belgien, Italien, Österreich, Kroatien, Bulgarien
Asien: Türkei, Oman, China, Thailand, Vietnam, Papua-Neuguinea, Neuseeland
Afrika: Ghana, Nigeria, Äthiopien, Kenia, Uganda, Tansania, Simbabwe, Botsuana
Südamerika: Costa Rica, Panama, Kolumbien, Venezuela, Peru, Chile

In den nachfolgenden Länder darf man zwar laut jetzigem Stand auch ohne Erlaubnis gewerblich filmen, ich gehe hier aber dennoch immer auf Nummer Sicher und hole mit entweder vom Auftraggeber eine Genehmigung oder eine Auftragsbestätigung ein und mache mich zusätzlich über Bewilligungen schlau.

Europa: Schweiz, Dänemark (Grönland), Estland, Weißrussland, Ukraine
Asien: Russland, Georgien, Japan, und Kambodscha
Afrika: Kongo und Namibia
Südamerika: Paraguay

4. Sicheres Fliegen der Drohne

Drohnen-Check vorm Abheben. Ich mache, jedes Mal, bevor ich meine Drohne in den Himmel schicke, einen kurzen Check. Ist auch alles so wie es sein soll? Alles da wo es hingehört? Ist der Copter otitisch voll funktionstüchtig? Zudem ist es auch sinnvoll zu überprüfen, ob der Akku voll ist.

Über offenem Gelände fliegen. Man kann ja nie wissen ob es nicht doch plötzlich technische Probleme oder eine Störung gibt, deshalb ist es besser über weitem und offenem Gelände zu fliegen. Eine Bruchlandung führt nicht nur zu einem kaputten Copter, sondern kann auch irgendwo in den Bäumen hängen bleiben und im schlimmsten Fall auch jemanden verletzen.

Sichtkontakt halten. Deshalb auch immer Sichtkontakt mit der Drohne halten. So verhindert man, dass größere Hindernisse wie zum Beispiel Bäume den Funkkontakt unterbrechen. Versuche trotzdem auch immer die Umgebung gut zu beobachten. Wenn Vögel angeflogen kommen, solltest du ebenfalls Acht geben und die Drohne gegebenenfalls rechtzeitig umleiten.

So, hoffentlich helfen euch meine Tipps dabei, die beste Drohne zu finden und gute Aufnahmen zu machen. Falls ihr noch weitere Fragen habt, könnt ihr mir diese ja sehr gerne ins Kommentarfeld schreiben. Eine interaktive Version der Weltkarte mit detaillierten Informationen zu vielen Ländern findet ihr übrigens noch HIER. Ich freue mich von euch zu lesen und wünsche euch viel Spaß mit eurer Drohne.